1. Unterlagen sichern, bevor geräumt wird
Für den Verkauf brauchen Sie wichtige Dokumente, die oft irgendwo im Haus liegen. Sichern Sie sie vor der Räumung:
- Grundbuchauszug, Kaufvertrag, Baupläne und Baugenehmigungen
- Energieausweis (beim Verkauf in der Regel Pflicht)
- Rechnungen über Modernisierungen (Heizung, Dach, Fenster)
- bei Erben: Erbschein oder notarielles Testament mit Eröffnungsprotokoll
2. Erben und Familie einbeziehen
Eine Erbengemeinschaft entscheidet grundsätzlich gemeinsam. Sprechen Sie die Räumung mit allen Miterben ab und lassen Sie jedem Zeit, Erinnerungsstücke auszusuchen. Halten Sie schriftlich fest, wer was übernimmt. Das erspart später Streit. Mehr dazu im Ratgeber Haushaltsauflösung nach einem Todesfall.
3. Klären, was im Haus bleibt
Manche Käufer übernehmen gern die Einbauküche, Lampen, Gartenmöbel oder Heizöl im Tank. Klären Sie das früh mit dem Käufer oder Makler und halten Sie es im Kaufvertrag fest. Alles andere wird geräumt, vom Dachboden über die Wohnräume bis zu Keller, Garage und Gartenhaus.
4. Räumen, am besten vor den Besichtigungen
Leere, saubere Räume wirken größer und heller. Auf Fotos und bei der Besichtigung sieht man außerdem den tatsächlichen Zustand. Wenn wir die Haushaltsauflösung übernehmen, legen wir zuerst Dokumente, Fotos und Wertsachen beiseite. Danach sortieren wir, entsorgen fachgerecht und übergeben das Haus besenrein. Gut erhaltene Möbel werden weiterverwendet. Das senkt die Kosten.
5. Übergabe an den Käufer
Die Übergabe erfolgt meist nach Zahlung des Kaufpreises. Planen Sie die Räumung so, dass sie bis dahin sicher erledigt ist, und erstellen Sie bei der Übergabe ein Protokoll mit Zählerständen und Schlüsseln.
Leerstehendes Haus: daran denken
- Versicherung informieren: Steht das Haus länger leer, sollten Sie das Ihrer Wohngebäudeversicherung mitteilen. Leerstand kann den Versicherungsschutz beeinflussen.
- Frostschutz: Im Winter die Heizung auf niedriger Stufe laufen lassen oder Wasserleitungen fachgerecht entleeren.
- Regelmäßig nach dem Rechten sehen: Briefkasten leeren, lüften, ab und zu Licht einschalten. Ein Haus, das bewohnt wirkt, schreckt Einbrecher ab.
- Zähler ablesen: Strom, Wasser und Gas bei der Räumung und bei der Übergabe notieren.
Zeitplan für die Räumung
- 6 bis 8 Wochen vor den ersten Besichtigungen: Unterlagen sichern, mit Miterben abstimmen, Erinnerungsstücke verteilen.
- 4 bis 6 Wochen vorher: Angebot für die Räumung einholen, per Video oder bei einer kostenlosen Besichtigung vor Ort.
- 2 bis 4 Wochen vorher: Räumung von Wohnräumen, Keller, Dachboden, Garage und Garten; anschließend besenrein.
- Danach: Fotos für das Exposé, Besichtigungen, Kaufvertrag und Übergabe.
Was kostet die Entrümpelung eines Hauses?
Als unverbindlicher Richtwert kostet ein normal möbliertes Einfamilienhaus mit rund 130 m² etwa 2.180 bis 2.950 €, ein sehr volles etwa 2.960 bis 4.000 €. Den genauen Festpreis erhalten Sie kostenlos nach einer Besichtigung bei Ihnen vor Ort oder anhand eines Videos. Einen ersten Richtpreis sehen Sie schon in unserer Online-Anfrage. Wie Räumungskosten nach einem Erbfall steuerlich berücksichtigt werden können, lesen Sie unter Entrümpelung steuerlich absetzen.
Kostenloses Angebot anfragen 01525 2307388
Allgemeine Informationen ohne Gewähr, keine Rechts- oder Steuerberatung.